{"id":11,"date":"2021-02-06T18:12:10","date_gmt":"2021-02-06T18:12:10","guid":{"rendered":"http:\/\/bogojciec.zolkielce.pl\/?page_id=11"},"modified":"2021-02-06T18:15:51","modified_gmt":"2021-02-06T18:15:51","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bogojciec.zolkielce.pl\/?page_id=11","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Geschichte des Bildes von Gottvater,<br>das auf seltsame Weise in Pawo\u0142ocza in der Ukraine aufgefunden wurde.<br>Zu Beginn muss ich sagen, dass das Folgendes keine M\u00e4rchen oder von jemandem ausgedachte Geschichten sind, sondern wahre Ereignisse. Ich habe nichts hinzugef\u00fcgt und nur das geschrieben, was ich mehrfach von meinen verstorbenen Eltern geh\u00f6rt habe.<br>Im Jahr 1860 sind meine Eltern nach Pawo\u0142ocza Ukraine, Region-Kiew im Bezirk Skwirskim umgezogen, in eine Stadt, die durch h\u00e4ufige Tataren -Angriffe bekannt wurde.<br>Damals hatte mein Vater einen seltsamen Traum: Ein Greis kam zu ihm und verlangte aufdringlich von meinem Vater, dass er ihn von einem Juden loskaufen soll. Am Morgen erz\u00e4hlte der Vater meiner Mutter den Traum, dachte aber weiter nicht viel dar\u00fcber nach. In der folgenden Nacht kam der Alte wieder mit der zudringlichen Forderung. Der Vater erz\u00e4hlte es wieder der Mutter, doch die antwortete: \u201eDu wei\u00dft doch nicht von welchem Juden?&#8221; W\u00e4hrend der dritten Nacht wiederholte sich der Traum und der Vater fragte den Alten, von welchem Juden er ihn freikaufen solle. Der Alte sagte den Namen des Juden und gab dazu noch an, dass er mit der Familie hinter den F\u00e4ssern im Keller sitze. Es sollten F\u00e4sser von einem fr\u00fcheren Schnapsausschank sein. Der Vater erkundigte sich, wo ein Jude mit solchem Name wohne und ob er einen Ausschank habe. Ein Gesch\u00e4ft gab es schon, aber einen Ausschank habe nur sein Gro\u00dfvater gehabt &#8211; das wurde ihm in der Stadt erz\u00e4hlt.<br>Mein Vater war neugierig und fuhr sofort zu dem Juden. Als er den gleichen Namen h\u00f6rte, fragte er den Juden, was mit den Ausschank ist, den noch sein Gro\u00dfvater gehabt habe. Der Jude antwortete: Es existieren nur alte F\u00e4sser. Mein Vater ging dorthin und fand im zweiten Stock wirklich alte, zerbrochene F\u00e4sser. Die F\u00e4sserreste wurden entfernt, und an der Wand sah mein Vater einen quadratischen Gegenstand wie ein breites Holzbrett. Er nahm ihn in die H\u00e4nde und sah, dass alles mit Schimmelpilz bedeckt war. Fingerdick. Der Schimmel wurde entfernt. Da kam das Bild Gottvaters zum Vorschein.<br>Ein zweites war das Bild Christi am \u00d6lberg. Das dritte die Muttergottes mit dem kleinen Jesuskind. Mein Vater nahm die Bilder und fragte den Juden, wie viel er daf\u00fcr bezahlen soll. Der Jude war erstaunt und erschrocken, dass mein Vater von den Bildern wusste, w\u00e4hrend weder er noch sein Vater davon gewusst hatten. Der Jude sagte: Nehmen sie sie einfach alle, ich will kein Geld! Mein Vater sagte, dass er unbedingt bezahlen muss. Er gab einen Dukaten f\u00fcr alle drei Bilder oder einen f\u00fcr jedes Bild, das wei\u00df ich nicht mehr. Aber ich wei\u00df, dass es eine Rechnung gab und die Dukaten.<br>Mein Vater nahm die drei Bilder nach Hause und nach der Reinigung fanden die Bilder ihren Platz an den W\u00e4nden, wo sie von den Eltern sehr in Ehren gehalten wurden. Alles, was der Alte gesagt hatte, war die Wahrheit \u2013 d.h. dass er mit der Familie hinter den F\u00e4ssern sa\u00df.<br>Einige Jahre sp\u00e4ter zog mein Vater um von Pawo\u0142ocza nach Stepek im gleichen Kreis. 1880 oder 1882, daran kann ich mich nicht mehr ganz genau erinnern (ich war damals 3-4 Jahre alt), ist mein Vater schwer erkrankt und wurde halb gel\u00e4hmt. Die \u00c4rzte, Dr. Czengery aus Chodorkow und Dr. Naskr\u0119cki aus \u017bytomierz besuchten den Vater t\u00e4glich und fanden f\u00fcr ihn keine Rettung. Sie hatten auch keine Hoffnung laut ausgesprochen. Schon zwei Wochen konnte mein Vater nicht mehr sprechen und essen. An einem Tag, als es schon keine Hoffnung mehr gab, dass der Vater den n\u00e4chsten Tag erleben w\u00fcrde, sah die Mutter pl\u00f6tzlich, dass der Vater die Augen ge\u00f6ffnet hielt, obwohl sie bis jetzt immer geschlossen waren. Und auf einmal fragt sie der Vater: &#8222;Malwina, wer war das?&#8221; Die Mutter \u2013 erstaunt, dass der Vater sieht und spricht \u2013 antwortet: &#8222;Es war hier niemand da&#8221;. Der Vater darauf: &#8222;Hier war er, hier sa\u00df er, mit ihm habe ich gesprochen, du wei\u00dft es doch. So oft ist er bei uns, doch an den Namen kann ich mich nicht erinnern. Frag mal den Diener, wer hereingegangen ist. Die Mutter fragte, doch \u2013 &#8222;Niemand war da&#8221;. \u2013 antwortete der Diener. Der Vater sagte pl\u00f6tzlich: &#8222;Gib mir etwas zu essen. Ich will essen&#8221;. Die Mutter war erschrocken, denn es war ganz offensichtlich ein Wunder geschehen. Der Mensch war fast tot gewesen und spricht hier sinnvoll, ja \u2013 er will essen. Am n\u00e4chsten Morgen kamen die \u00c4rzte und sprachen ebenfalls von einem Wunder, weil der Mann die Nacht nicht h\u00e4tte \u00fcberleben sollen. Am dritten Tag sagte mein Vater zur Mutter: &#8222;Malwina, hilf mir aufzustehen!&#8221; Die Mutter half ihm und der Vater bewegte sich mit Hilfe eines Stuhls, weil die Beine die letzten beiden Wochen gel\u00e4hmt waren, langsam durch das Zimmer.<br>Seit der Genesung \u2013 das muss ich noch dazu sagen \u2013 war der Vater sehr nachdenklich. Er sprach wenig und sagte nur, dass er mit dem gesprochen habe, der so oft bei ihnen gewesen war. Seinen Namen aber hatte er vergessen.<br>So bewegte er sich mit der Hilfe der Mutter bis zur Schwelle des zweiten Zimmers. Pl\u00f6tzlich l\u00e4sst er den Stuhl los und f\u00e4llt auf die Knie. Die Mutter wollte den Vater hochheben, doch der rief: &#8222;Lass mich \u2013 das ist der Alte, mit dem ich sprach&#8221;, und er zeigte auf das Bild Gottvaters, das der T\u00fcr gegen\u00fcber an der Wand hing.<br>Erst sp\u00e4ter erz\u00e4hlte mein Vater, dass der Alte, der ihn besucht hatte, sagte: \u201eAnton, ich bin f\u00fcr dich gekommen&#8221;. Der Vater bat den Alten, ihn noch am Leben zu lassen, weil er noch kleine Kinder habe. Der Greis antwortete darauf: \u201eWeil du mich losgekauft hast, gehe ich weg, sp\u00e4ter komme ich wieder&#8221;. Das war ein offensichtliches Wunder. Seitdem wurde das Bild in unserer Familie als ein Gnadenbild verehrt. Der Vater lebte noch \u00fcber 20 Jahre. Mit 77 ist er still und ruhig gestorben. Ob er vor dem Tod den Alten noch einmal gesehen hat, ist unbekannt.<br>Nach dem Tod des Vaters habe ich das Bild von meinem Bruder, einem Priester erhalten, wie es der Vater bestimmt hatte. 1920 mussten wir von Zbrucz fliehen und ich wohnte seit der Zeit bei meinem Bruder, der damals Pfarrer in War\u0119\u017c bei Lemberg war. Eines Morgens kam Frau Hulimek zu uns und bat meinen Bruder, die Hl. Messe vor dem Gnadenbild f\u00fcr die kranke Mutter zu lesen. Der Bruder tat es sofort. Nach ein paar Tagen kam sie wieder und sagte erfreut, dass ihre Mutter gesund ist.<br>Ein zweites solches Beispiel: Herr Kruszewski aus Chorobrowo kam und bat: Herr Pfarrer, lesen sie vor dem Gnadenbild die Hl. Messe f\u00fcr meine kranke Frau. Der Bruder hatte die Hl. Messe bald zelebriert und einige Tage sp\u00e4ter sind die beiden gekommen und sagten, dass sie sich eine Dankmesse vor dem Bild w\u00fcnschen.<br>Viele Bekannte haben die Geschichte des Gnadenbildes gekannt und haben es sehr verehrt. Auch in jeder Not wurden unsere Gebete vor dem Bild erh\u00f6rt. Ich war mehrmals krank, manchmal hoffnungslos, und die Gebete meines Bruders vor dem Gnadenbild haben mir immer geholfen.<br>Das zweite von den im Keller gefundenen Bildern \u2013 Christus am \u00d6lberg \u2013 schenkte der Vater meinem \u00e4ltesten Bruder; das wurde von seiner Frau bei der Flucht vor den Sowjets in P\u0142oskir\u00f3w zur\u00fcck gelassen. Das dritte Bild \u2013 es zeigt die Mutter Gottes mit dem Kind Jesus \u2013 ist heute in Tarnoruda.<br>Zum Schluss m\u00f6chte ich noch einmal best\u00e4tigen, dass alles, was hier beschrieben wurde, der Wahrheit entspricht.<br>Kielce 1959 (-) Anastazy Rogowski<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte des Bildes von Gottvater,das auf seltsame Weise in Pawo\u0142ocza in der Ukraine aufgefunden wurde.Zu Beginn muss ich sagen, dass das Folgendes keine M\u00e4rchen oder von jemandem ausgedachte Geschichten sind, sondern wahre Ereignisse. 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